Philip Lange – Personal Trainer und Coach

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Alkoholkonsum

Körperliche und mentale Leistungsfähigkeit wird nicht nur durch das Nutzen produktiver Maßnahmen ( wie sportliches Training, eine ausgewogene gesunde Ernährung ), sondern auch durch das Ausgrenzen leistungsmindender Größen bestimmt. Als eine solche muß unbedingt der Genuß von Alkohol gesehen werden. Alkoholkonsum is in der heutigen Zeit so verbreitet, daß Alkohol an der Gesamtenergieaufnahme im Mittel bereits zu 10% beteiligt ist.

Die weit verbreitete Unsitte, regelmäßig große Mengen dieser Droge zu konsumieren, ist natürlich nicht einfach auf erfolgreiche Sportler zu übertragen, weil mit Recht davon ausgegangen werden kann, dass diese nur unter weitgehendem Verzicht auf Alkohol ihr hohes Leistungsniveau erreicht haben können. Es erscheint dennoch sinnvoll, die Wirkung von Alkohol etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Alkohol wirkt schon in sehr geringen Mengen toxisch, und besonders dann, wenn es in anstrengeden Trainingsphasen um eine Optimierung des Nährstoffhaushaltes geht, vermag Alkhol jegliche Trainingsanstrengugen sehr effektiv zu sabotieren: Alkohol behindert behindert die Wirksamkeit bzw. die Resportion von wenigstens allen B- Vitaminen, den fettlösliche Vitaminen A und D, von Vitamin C und von den Minerstoffen Calcium, Magnesium, Selen, Zink und Eisen.

Alkohol wirkt durch die Hemmung der Produktion von antidiuretischem Hormon (ADH ) entwässernd. Der Konsum von 10 g Alkohol bedeutet einen Flüssigkeitsverlust von ca. einem viertel Liter. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, falls überhaupt, Alkohol mit gehörigem Abstand zum Training zu konsumieren!

Alkohol sorgt dafür, dass Testosteron im Körper wenigstens zwei- bis fünfaml so schnell abgebaut wird wie unter normalen Umständen. Weiterhin sheint die Produktion von Testosteron direkt im Hoden blockiert zu werden. Außerdem wird durch Alkoholgenuß der Cortisolspiegel angehoben ( Cortisol ist in mehrerlei Hinsicht ein direkter Gegenspieler von Testosteron.

  • Alkohol schwächt die Wirksamkeit von Wachstumshormon.
  • Alkohol hemmt die Proteinsynthese.
  • Alkohol verringert das Koordinationsvermögen.

Als ganz wichtig muss angesehen werden, dass Alkohol die Bereitsstellung von Fett zur Enegrieproduktion hemmt ( das ist besonders in Diätphasen wichtig ). Da auch die Gluconeogenese gehemmt wird, ist Alkohol bei geringer geringer Kohlenhydratzufuhr für einen sehr niedrigen Blutzuckerspiegel verantwortlich.

Das bisher Gesagte hat zwar weder Anspruch auf Vollständigkeit, noch kann man irgendwelche quantitativen Zusammenhänge erkennen. Jedoch zeigt diese kurze Auflistung sehr markant auf, wie groß der Preis für ein wenig Genuß und Heiterkeit sein kann.

Gelegentlich wird angeführt, dass der Konsum von beispielsweise einem täglichen Glas Bier oder Wein vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen soll. Die Resultate der entsprechenden Studien werden erstens nicht unkritisch betrachtet und zweitens sind sie immer mit "Normalpersonen" durchgeführt, alo keineswegs mit engagierten Freizeit und erst recht nicht Leistungssportlern durchgeführt worden. Bei diesen scheint eine genannte Erhöhung des HDL- Cholsterins im Blut nämlich kaum möglich, weil sie ohnehin diesbezüglich schon sehr gute Werte aufweisen und der Einfluss des Alkohols einfach zu gering ist.

Ein genereller Verzicht von Alkohol muss natürlich auch beim ambitionierten Sportler nicht unbedingt Pflicht sein, aber zumindest ist es nicht mit der sportlichen Aktivität zu vereinen, Alkohol als handfeste Rauschdroge einzusetzen. In diesem Zusammenhang ist besonders bei sozialen Anlässen ein hohes Maß an Disziplin gefragt.

Die negativen Auswirkungen des Alkoholgenusses lassen sich in Grenzen halten, wenn der Alkohol immer mit den Mahlzeiten konsumiert wird. Weiterhin sollte ein gehöriger Abstand zum Training eingehalten werden. Am besten wäre es sicherlich, wenn Alkohol nur an Trainingsfreien Tagen getrunken würde. Allerdings ist auch hier wieder zu sehen, dass erst größere MengenSchaden anrichten.

Wer wochentags trainiert, um dann am Wochenende eine "Alkoholpause" einzulegen, verschenkt die Möglichkeit, sich in einer verdienten Pause überschießend zu erholen. In diesem Sinne ist ein nicht sinnvoll genutztes Wochenende eine verschenkte Woche.

Take care!

Dein,

Philip Lange

 

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